Hasenmatt 1445 – ein Wintertraum

Hasenmatt 1445 – ein Wintertraum
Region: Welt » Schweiz » Solothurn
Tour Datum: 9 Dezember 2012
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT2 – Schneeschuhwanderung
Wegpunkte:
Geo-Tags:  CH-SO
Zeitbedarf: 4:30
Aufstieg: 790 m
Abstieg: 790 m
Strecke: Station Oberdorf- den Wanderwegweisern folgen
Zufahrt zum Ankunftspunkt: Parken bei der Sesselbahnstation Weissenstein Oberdorf
 
 

 

Der Weissenstein hat so einiges zu bieten, neben den herrlichen Klettertouren lässt sich dort auch herrlich Wandern oder Schneeschuhtouren unternehmen. Da für diesen Sonntag die Lawinensituation nicht optimal war und wir eine kurze Tour machen wollten, da wir beide bis vor kurzem Verletzt waren, schlug ich den Weissenstein vor. Wir liessen uns von Hikr-Berichten inspirieren und so fiel unsere Wahl schnell auf die Hasenmatt. Ganz nach dem Motto: weshalb in die Ferne schweifen wenn doch das Gute so nahe liegt.

Wir parkten direkt bei der Sesselbahnstation Weissenstein in Oberdorf. Es hatte bereits viele Autos dort, was uns nicht weiter wunderte.
Als wir abmarschbereit waren liefen wir zurück zur Einfahrt und gingen links die Strasse hoch. Es ging bald um eine Kurve, und direkt oberhalb der Kurve ging links auch schon der Waldweg los, schön angeschrieben mit Hasenmatt. Wir schnallten also die Schneeschuhe an und schritten stetig dem Weg noch oben. Es ging sanft aber stetig aufwärts, richtig schön angenehm für den Saisonstart.
Die ganzen Bäume waren vom Schnee richtig eingeeist, ein wirklich schöner Anblick. Oben sollte es noch schöner werden.
Es gab einige umgeknickte Bäume von der Schneelast. Ein Baum lag ziemlich mächtig mitten über dem Weg, den mussten wir fast schon akrobatisch übersteigen, was die Tour gleich interessanter machte.
Weiter oben hatte es noch mehr Schnee, glücklicherweise war bereits alles gespurrt, so das wir stetig vorankamen. Oben kamen wir zur Waldlichtung, ohne Schneeschuhe wäre es da sehr mühsam gewesen vorwärts zu kommen. Hier sahen wir auch noch ein letztes Stück blauer Himmel, dann kam langsam die vom Meteo gemeldete Bewölkung auf. Schade. Bald kam wieder der Wald. Kurz nach dem Waldeingang kam eine Verzweigung, wir nahmen den Pfad links.  Ab ca. P1315 hingen die Äste weit runter, so schwer war die Last vom Eisschnee. Es war ein wahrhaftes Wintermärchen, erst den Weg und dann den Pfad dort durchzugehen. Alles eine weisse Eispracht! Wir mussten uns sehr oft bücken, meine Mütze blieb einige male am Eis hängen und ich musste sie mir erneut aufsezten.
Bei P1292 kamen wir aus dem Wald, es gab einen kurzen Abstieg auf die Stasse, was den Wintertraum kurz unterbrach. Wir gingen über die Strasse und dort wieder den Hang rechts hinauf.
Glücklicherweise ging es wieder in den dichten Wald, der Wintertraum ging weiter. Wieder sehr dicht und die Äste hingen wieder weit runter. Wir genossen diese Pracht. Es ging nun steiler nach oben, der Endspurt.
Bald tauchte ein weisser, etwas massiver Hügel auf. Wir stiegen auf – und uns empfing ein eisiger heftiger Wind! Hui, war der bitterkalt! Schnell gingen wir rechterhand Richtung Gipfelkreuz und zogen eiligst unsere Jacken an. Kurz die Aussicht geniessen, Gipfelfotos schiessen und rasch wieder etwas absteigen für die Pause. Bei dem Wind war leider eine Pause auf dem Gipfel unmöglich. Wir konnten kaum für die Fotos lachen, uns frohren beinahe die Gesichter ein!
Der Abstieg erfolgte wie der Aufstieg. Es war inzwischen einiges kälter geworden und es kam auch Nebel auf. Mit der Aussicht war es vorbei. Trozdem genossen wir den Abstieg wieder durch diesen wunterschönen Wintertraum 🙂

Zeit: inkl. Pausen, Fotos und Aussicht geniessen. Grosszüging berrechnet.

Nachteil: Der Weissenstein wir oft besucht, wer also die Einsamkeit sucht ist dort fehl am Platz. Wir hatten den Gipfel für fünf Minuten für uns, danach gab es einen regelrechten Gipfelsturm. Auch unterwegs traffen wir regelmässig Leute an.

Fazit: Eine traumhafte Tour wenn man diese Bedingungen antrifft! Schade war, das wir nur beim Aufstieg blauen Himmel hatten.

Diese Tour eignet sich hervorragend für Einsteiger, als Saisonstart, Wiedereinstieg oder bei kleinem Zeitbudget. Oder wenn man einfach nur geniessen will.
Man kann die Tour auch beliebig erweitern, es gibt auf dem Weissenstein sehr viele Möglichkeiten. Alternativ kann man auch den Röti besuchen. Auch beim Aufstieg zur Hasenmatt hat man Varianten. Teilweise kann zwischen Pfad und Waldweg gewählt werden.

 



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