Breithorn 4164

Breithorn 4164
Region: Welt » Schweiz » Wallis » Oberwallis
Tour Datum: 26 Juli 2016
Hochtouren Schwierigkeit: WS
Wegpunkte:
Geo-Tags:  CH-VS   I
Zeitbedarf: 2 Tage 3:30
Aufstieg: 347 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt: http://www.zermatt.ch/anreise/Matterhorn-Terminal-Taesch/Matterhorn-Terminal-Fahrplan-und-Preise
Zufahrt zum Ankunftspunkt: http://www.zermatt.ch/Bahnen-Pisten/Fahrplaene-Preise-Bergbahnen
Unterkunftmöglichkeiten: http://www.matterhornparadise.ch/de/gruppen-und-sales/lodge-matterhorn-glacier-paradise
 
 

 

Das Breithorn ist der einfachste 4000er der Schweiz. Da es nur 347Hm sind wollte ich da ansetzen. Endlich mal einen 4000er machen und mich an eine neue Grenze herantasten.

Anreise: Mit dem Auto fahre ich bis Täsch. Dort gibt es zahlreiche Parkhäuser, am besten nimmt man das grosse Parkhaus direkt am Bahnhof.
Dann löst man ein Bahnbillet bis Zermatt (16.40 Fr.) und nimmt den Schuttle-Zug.

Infos zu Parkhaus und Schuttle:
http://www.zermatt.ch/anreise/Matterhorn-Terminal-Taesch/Matterhorn-Terminal-Fahrplan-und-Preise

In Zermatt läuft man in 25 Min. quer durch den Ort zur Gondelstation. Hier kann man dann das Ticket bis zur Endstation Klein Matterhorn (Glacier Paradise) lösen (100.- hin + zurück ohne Halbtax :-o). Hat man noch ein Bett in der Lodge reserviert, muss das ebenfalls hier bezahlt werden. Mit der Gondel schwebt man dann hoch bis „Trockener Steg“. 
Dort wird in eine Seilbahn umgestiegen. Diese fährt dann hoch ins „Glacier Paradies“ kleines Matterhorn. Die Reise von Täsch bis zum kleinen Matterhorn nehmen je nach Anschluss an die 2 Std. in Anspruch!

Preisliste und Fahrpläne:
http://www.zermatt.ch/Bahnen-Pisten/Fahrplaene-Preise-Bergbahnen

Auf dem kleinen Matterhorn gehen wir erst mal durch den Tunnel zum Restaurant, dort sollen wir die Zimmerkarten zur Lodge abholen gehen. Kriegt man ab 12 Uhr. Wir können trotzdem schon mal nach oben in die Lodge gehen. Richten uns ein und essen zu Mittag.
Wir entscheiden uns etwas einzugehen und aktiv zu akklimatisieren. Wir gehen das Breithorn an. Ziel ist es, heute das Breithorn zu besteigen und am nächsten Tag Pollux und Castor in Angriff zu nehmen. Die Höhe macht mir arg zu schaffen, vor allem weil ich das erste Mal in der Höhe bin. So kommen wir nur langsam vorwärts, kommen aber doch in etwa in die Mitte des Aufstieges zum Breithorn. Leider hat das Wetter gewechselt und es blitzt. So entscheiden wir besser zurückzugehen, auch in Anbetracht dessen dass ich unter der Höhe leide. Vor der Station verweilen wir noch und machen technische Übungen.

So schmieden wir neue Pläne: Da das Wetter am nächsten Tag wechseln soll, wollen wir am Morgen gleich zum Breithorn gehen. So haben wir immerhin einen 4000er gemacht, sollte Wetter und Kondition nicht mithalten. Geht alles gut, gehen wir noch zum Pollux weiter.

Gegen 19 Uhr gehen wir in die Lodge zum Abendessen. Das Essen wird zubereitet und dann auf einem Wagen in der Lodgeküche bereitgestellt. Jeder kann also Essen wann er/sie will. Dafür stehen Mikrowellen zur Verfügung. Es gibt Salat, Spaghetti mit Tomatensauce. Aber unser Blick in die Teller ist enttäuschend: das sind kleine Portionen! Dementsprechend sind wir auch nach dem Essen nicht satt…hmm, und das bei einem stolzen Preis von 20.-! Also: Essen besser selber mitnehmen!

Tour: Um 5:00 morgens ist dann Start: Wir gehen über den nun härteren Untergrund Richtung Breithorn. Dort wird angeseilt und wir steigen hoch. Mir läuft es super, auch mein Tourenpartner staunt. Gut haben wir uns gestern akklimatisiert. Ich habe keinerlei Beschwerden mehr. So kommen wir rasch voran und stehen bald auf dem Gipfel. Woaw, was für ein Feeling zum ersten Mal auf 4000m zu stehen! Auch wenns einfach war, ist es speziell da oben zu stehen. Und die Aussicht erst! Nach staunen, Fotos schiessen und Sicht geniessen gehen wir weiter. Wir wählen den Weg über den Grat. Es windet heftig, und als ich den Grat vor mir habe mache ich vor Schreck erst mal ganz grosse Augen: Einen so schmalen und abschüssigen Grat in der Höhe habe ich noch nie gemacht. Ich konzentriere und fokussiere mich auf die nächsten 2-3 Schritte, erst ganz langsam, dann gewöhne ich mich allmählich an diese Höhe und es geht besser voran. Uff, was für ein Adrenalinschub, was für eine neue Erfahrung und ein Erlebnis!

Um P4159 steigen wir etwas ab und gönnen uns eine Pause. Oben war es zu windig. Wir überlegen hin und her, ob wir nun weitergehen wollen. Es ist 8:15. Das Wetter sagt aber, dass es bald zutun würde. Gerne wäre ich weitergegangen. Wir begeben uns dann zu einem Felsplateau und machen ein Nickerchen. Das dauert ca. 30 Minuten und wir können schön zuschauen, wie die Wolken aus allen Richtungen kommen und langsam dichtmachen. Somit ist der Pollux für diesmal definitiv abgeschrieben. Das würde zu lange dauern und reicht einfach nicht. So gehen wir zurück, essen noch etwas und packen zusammen.

Fazit Tour: Sehr schöne und sehr einfache Tour. Geht man allerdingt über den Grat, wird es ernsthaft. Es ist sehr schmal und exponiert. Hier ist kein Fehler erlaubt. Die Landschaft ist wirklich sehr schön, und fernab von der Station hat es auch keine Touristen mehr.

Lodge Kleines Matterhon: Es sind jeweils 8er-Zimmer mit Kajütenbetten und zwei Stühlen. Alle Betten sind mit Duves und guten Matratzen ausgestatten, sehr bequem. Es stehen zwei Duschen zur Verfügung, kosten: 1.- pro Minute. Reicht zum einschäumen und abspülen.
Trinkwasser ist keines Vorhanden. In der Küche steht ein grosser Wasserkocher, dort kann Trinkwasser zubereitet werden.
Ein Buffet mit Tee und Kaffee zum selber zubereiten steht jederzeit bereit. Das Frühstück (10.-) wird am Vorabend bereitgestellt, wobei nur noch das Brot hinzukommt, der Rest steht immer auf dem Buffet und hier bekommt jeder sein Bäuchlein voll. Schmutzgeschirr kann einfach auf den Wagen gestellt werden. Es gibt drei Mikrowellen. Alles ist sehr sauber, die Lodge ist gemütlich und freundlich eingerichtet.
Auch Steckdosen sind vorhanden und gratis Wi-Fi. Hat aber leider nicht so gut funktioniert dort oben.
Leider gibt es bei der Lodge auch etwas Kritik: Wie oben erwähnt ist das Abendessen mager. In den Toiletten wurde das Papier nicht regelmässig nachgefüllt, wenns also dumm läuft endet man als „sans papier“. Aus den Seifenspendern kam kein einziger Tropfen raus. Ein weiterer Minuspunkt war, das kein einziges Fenster geöffnet werden kann, die Luft wird über eine Lüftung reguliert. Zum Glück hat diese gut funktioniert. Und von den drei Mikrowellen funktionierte gerade mal eine.

Lodge und Tel.Nummer zum reservieren:
http://www.matterhornparadise.ch/de/gruppen-und-sales/lodge-matterhorn-glacier-paradise

Es waren zwei Erlebenisreiche Tage im Glacier-Paradise, wir habens genossen. Mein Dank geht an meinen Tourenpartner Christian, der mich bei meiner ersten 4000er Erfahrung unterstützt hat.

 


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