Schafmatt 1979m

Schafmatt 1979m
Region: Welt » Schweiz » Luzern
Tour Datum: 29 Dezember 2012
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT3 – Anspruchsvolle Schneeschuhwanderung
Wegpunkte:
Geo-Tags:  Entlebucherflühe – Fürstein   CH-LU
Zeitbedarf: 4:30
Aufstieg: 606 m
Abstieg: 606 m
Strecke: Rest. Stäldili- Schönebüel- Under Änggelauene- Ober Änggelauene- P1692- Wasserfallenegg- Leitere- Schafmatt
Zufahrt zum Ankunftspunkt: Siehe Beschrieb
 
 

 

Über das Ziel waren wir uns schnell einig: zur Schafmatt sollte es gehen. Die Schafmatt liegt im Entlebuch, es gibt etliche Gipfelziele dort und dazu ein schönes Bergpanorama. Wer eine einsame Tour sucht, ist hier genau richtig, die Schafmatt ist relativ wenig Besucht.

Anfahrt: Mit dem Auto fuhren wir bis zur Autobahnausfahrt Dagmersellen. Von dort aus fuhren wir alles Richtung Willisau- Entlebuch. Weiter geht die Fahrt nach Flühli. Kurz nach Flühli bei P915 nach der Brücke sieht man links einen Holzkasten (wie ein Häuschen) wo das Stäldili angeschrieben ist. Dort links abbiegen und hochfahren. Die Strasse ist stellenweise relativ eng. Nach ca. 15 Minuten kommt man zum Restaurant Stäldili.

Nach einem Café ging es los. Steht man vor dem Restaurant, geht es links hinter dem Parkplatz los. Wir marschieren teils auf dem Wanderweg, teils durchs Gelände, Richtung Schönebüel. Der Schnee ist relativ hart und gefroren, stellenweise aber sinkt man doch Knöcheltief ein.
Wir gehen weiter über Schönebüel, Under Änggelauene P1512 und Ober Änggelauene P1642. Stellenweise hat es sehr wenig Schnee, man sieht Gras welches mit einer dünnen Schnee-Eisschicht überzogen ist. Uns bietet sich eine wunderschöne weite,  weisse und unberührte einsame Schneelandschaft. Genau davon träumt der Schneeschuhläufer 🙂
Weiter geht es zu P1692, ein leicht erhöhter Punkt wo ein Kreuz steht. Wir machen unsere erste Pause und geniessen das sonnige Wetter und die Aussicht auf die Berge.
Nach der Rast geht es weiter Richtung P1797, zur Wasserfallenegg. Wir steigen einen kurzen Hang hoch und stehen auf dem Grat. Auf dem Grat hat es kaum noch Schnee, wir gehen etwas seitlich dem Grat, wo es noch etwas Schnee hat. Scheinbar hat der Wind alles weggeblasen. Rechts vom Grat sehen wir etwas das ausschaut wie eine Wetterstation, wenig später treffen wir auf eine verlassene Gondel. Wir marschieren weiter zu P1729.
Aufgrund der Lawinensituation am Hang entscheiden wir uns direkt bei P1729 Richtung Leitere gerade aufzusteigen. Wir steigen nahe bei den Bäumen auf. Ganz schön steil hier, der Schnee ist hier schon tiefer, die obere Schicht aus Pulver.  Wir kommen langsam aber stetig gut voran und stehen schon bald oben beim Punkt Leitere.
Hier weht bereits ein kühler Wind und wir haben Sicht auf das Gipfelkreuz und den Gipfel. Das Gipfelkreuz steht etwas unterhalb vom Gipfel selbst. Wir sehen eine ganze Horde von Gemsen, welche aber bald absteigt.
Wir gehen rechts weiter Richtung Gipfel. Es ist stellenweise etwas ausgesetzt, der Schnee ist aber gut genug und wir haben guten Halt. Etwas unterhalb des Gipfels kommt ein Aufstieg aus Fels. Hier machen wir ein Depot und lassen die Schneeschuhe zurück. Wir steigen die letzten paar Meter über Fels zu Fuss auf und stehen ziemlich bald oben auf dem Gipfel. Ein herrliches Panorama! Wir haben den Gipfel ganz für uns alleine, im Gegensatz zum gegeünberliegenden Gipfel Fürstein, wo wir etliche Leute sehen konnten.
Für die Pause steigen wir etwas ab zu einem Steinblock um im Windschatten Pause zu machen und die Aussicht zu geniessen.
Beim Abstieg gehen wir nicht mehr über die Wasserfallenegg, sondern gehen bei P1729 direkt Richtung P1687, wo ein Häusschen steht. Von dort aus gehen wir denselben Weg zurück. Als wir wieder bei P1692, dem Kreuz vorbeikommen, müssen wir schmunzeln. Hier muss eine ganze Horde von Schneeschuhläufern vom Stäldili hergekommen sein, es hatte Spuren einer ganzen Herde, sah ganz lustig aus. Unterwegs traffen wir dann auch auf die Gruppe.

Respektiere deine Grenzen:
Möchte man vom Gasthaus Stäldili die Schafmatt besteigen, so sind verschiedene Wildruhezonen zu beachten.

Wildruhezone Änggelauene / Fürstein / Schönenbüelti (Nr. 30049)
Wildruhezone Chragenberg / Rüchi / Guggenen (Nr. 30050)
Wildruhezone Änggelauene (Nr. 30017)

Wildruhezonen und Wildschutzgebiete Schweiz

Fazit: eine herrliche Tour bei bestem Wetter! Erst sanft ansteigend aber angenehm zu gehen. Erst der Gipfelaufstieg ist ziemlich steil aber gut machbar.

Zeit: 4.5 Std inkl. zwei Pausen und Fotos. Grosszügig berechnet.

 



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