Bonnes Fontaines

Bonnes Fontaines
Region: Welt » Schweiz » Bern » Berner Jura
Tour Datum: 5 Mai 2015
Wandern Schwierigkeit: T3 – anspruchsvolles Bergwandern
Klettern Schwierigkeit: 6a (Französische Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags:  CH-BE
Zeitbedarf: 2 Tage
Zufahrt zum Ausgangspunkt: Kurz nach La Heutte kommen zwei PP wo geparkt werden kann.
 
 

Die Region Biel ist bekannt für seine Klettergebiete. Wir entscheiden uns zwei Tage bei Bonnes Fontaines zu verbringen und dieses Klettergebiet zu erkunden. Das war wettertechnisch am besten geeignet, die Anreise ist auch nicht allzu lange und es gibt viele Klettermöglichkeiten.

Anfahrt und Zustieg: Von Biel her kommend fahren wir durch das Dorf La Heutte. Kurz nach der Ortsausfahrt finden sich kurz nacheinander zwei Parkplätze. Dort parken wir. Der Zustieg zu den Felsen ist nicht zu verfehlen.

So steigen wir mit je 18 kg auf dem Rücken hoch und suchen uns ein Plätzchen für unser Lager. Da das Wetter schlechter ist als angekündigt stellen wir erst das Zelt auf bevor es ans klettern geht.

Sektoren: Die Wege zu den einzelnen Sektoren sind sehr leicht zu finden.  Einfach den Wegen folgen und so gelangt man direkt in die verschiedenen Sektoren. Total sind drei Sektoren vorhanden, wobei ein Sektor im Plaisir Jura* nicht aufgeführt ist.

Der erste Sektor, der Hauptsektor, hat keinen Namen, jedenfalls nicht im Plaisir Jura*. Zu dem Sektor gehören die Routen ab Nr. 2 bis Nr. 14 auf Seite 103. Die Route Nr. 1 ist von einem anderen Sektor und hat uns erst ziemlich verwirrt. Dieser Fels ist plattig und mit vielen Spalten versehen. Ein schöner Sektor, die Bewertungen stimmen gut überein. An dem Felsen haben wir auch am meisten geklettert. Zu beachten ist noch, dass im Plaisir* auf Seite 103 ein 60m Seil angegeben ist, schaut man sich aber die Routen im Führer genauer an, ist bei einigen Ständen 30m angegeben, da wird ein 60m Seil einfach, sagen wirs mal so, etwas sehr knapp!

Der zweite Sektor ist nicht im Plaisir*. Der Sektor beginnt mit der Route Nr. 1, der MSL „Arête ouest“.  Darunter befindet sich der Hardcore-Sektor, alles bauchig-überhängend mit wenig Griffen und Tritten. Es soll aber auch ein paar leichte Routen haben.

Der Sektor Tintin befindet sich zu hinderst und zuoberst in diesem Klettergebiet. Und dieser Sektor hat es in sich. Die angegebenen Niveaus im Plaisir* sind deutlich unterbewertet. In der ersten Hälfte mögen die Bewertungen noch ein klein bisschen korrekt sein, aber ab der Mitte sieht das Ganze dann anders aus.

Anzumerken ist weiter, dass es zwischen den Sektoren „Tintin“ und „Hardcore“ eine Steinschlagschneise hat. Wir sahen da ziemlich grosse Brocken herunter donnern. Und zwar regelmässig.

Am ersten Tag kamen wir nicht grossartig zum klettern, da die Schlechtwetterfront früher kam als gemeldet. Die Plane gab uns aber guten Schutz und wir konnten trotz Regen unsere Grilladen bräteln und das Outdoor-Feeling geniessen.

Am Mittwoch kam die Sonne dafür umso früher, der Fels war rasch trocken. Im ersten Sektor war der Fels nur ganz wenig feucht. Im Tintin war es trocken. Da aber am Nachmittag nochmals etwas Sprühregen kam, gingen wir wieder in den ersten Sektor. Dort kann auch bei leichtem Regen noch gut geklettert werden.
Empfehlenswert ist hier z.B. die Route Gysmoglouglou (6a).

Der Klettergarten ist schön, wäre nicht der Steinbruch da hätten wir uns in der Wildnis gewähnt. Auch der Lärm der Autobahn und der Bahnlinie war zu hören. Nachts war es jedoch relativ ruhig, am meisten hörten wir die Steinschläge.

Fazit: alles in allem hat es uns sehr gut gefallen! Ein schönes Gebiet mit vielen Möglichkeiten.



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