Klettersteig Graustock

Klettersteig Graustock
Region: Welt » Schweiz » Obwalden
Tour Datum: 18 August 2012
Wandern Schwierigkeit: T2 – Bergwandern
Klettersteig Schwierigkeit: ZS
Wegpunkte:
Geo-Tags:  Östliche Melchtaler Alpen   CH-BE   CH-NW   CH-OW
Zeitbedarf: 3:00
Strecke: dem Stahlseil folgen
Zufahrt zum Ausgangspunkt: Engelberg- Gondel Trübsee – rechts um den See gehen-Sesselbahn Jochpass- rechts markierten Weg zum Einstieg
Zufahrt zum Ankunftspunkt: PP neben der Gondelstation Engelberg (5.-) oder Bahnhof, 15 Gehminuten bis zur Talstation Engelberg
 
 

 

Wir entschieden uns an diesem Samstag für den Graustock Klettersteig. Meine Tourenpartnerin hatte den schon länger im Auge.

Da es an dem Samstag sehr heiss werden sollte, gingen wir früh los. Wir fuhren mit der ersten Gondel um 8:30 in Engelberg hoch zum Trübsee. Wir liefen rechts um den See und nahmen auch dort wieder die erste Sesselbahn zum Jochpass. Direkt nach dem Ausgang der Station gehts rechts den Weg rauf. Ist ausgeschieldert.
Man geht ein ganzes Stück Bergauf und läuft ziemlich direkt zum Einstieg. Die erste Klettersteigpartie ist ziemlich kurz, ich war schon fast enttäuscht. Man geht wieder ein Stück, dann kommt der nächste Einstieg. Der ist ziemlich ausgesetzt, eine kurz aber doch knackige Partie. Gefiel mir schon besser. Dann wanderten wir wieder ein ganzes Stück, bis zum 80 m hohen Pfeiler.
Hier wird es heftig! Der Einstieg geht gut, die Route biegt ziemlich bald nach links ab, man muss ziemlich schnell wieder umklicken. Wir beide blieben dort kurz hängen, weil man so rasch umklicken muss. Dann geht es relativ gut weiter, bis die Route ziemlich weit oben wieder nach rechts geht. Alle Achtung, das ist die Schlüsselstelle, nicht von schlechten Eltern, sag ich da nur. Zum Glück klettere ich seit ein paar Jahren, so war es nach kurzem durchschlucken nicht ganz so schwer, den Zug zu nehmen. Ist aber nicht ganz einfach, es ist sehr ausgesetzt, muss sich eindrehen und der nächste Tritt ist kaum in reichweite.
Dann geht es um die Kante herum, da hat es wieder praktisch nichts, aber als kletterer geht es dann wiederum relativ gut, zugegeben, ich nahm das Stahlseil zu hilfe. Dann ist der dritte Teil auch geschafft.

Dann geht wieder ein Stück zu Fuss weiter. Hier kommt man auch an der Stelle vorbei, wo der Abstieg markiert ist. Kurz vor dem vierten und letzten Teil des Steigs kommt das Gipfelbuch. Natürlich trugen wir uns noch ein.
Hier geht es hoch zum Gipfel. Nachteil ist, hier gibt es Gegenverkehr. Alle die runterkommen müssen auch da wieder aussteigen. So kam man sich fast in die quere, aber mit etwas Rücksicht kommt man gut aneinander vorbei. War ganz lustig, die Ausweichaktionen!
Oben gibt es  kurze ausgesetzte Stellen die zu queren ist, dann ist man am Gipfelkreuz.

Zum Absteigen gehts die vierte Klettersteigpartie wieder zurück und geht dann bis zur markierten Stelle. Dort geht man das Schotterfeld runter, den Steinmännchen nach. Kommt man den ersten Abstieg runter ins grüne, unbedingt links halten! Dort gibt es an der Kante ein relativ grosses Steinmännchen, an der Stelle geht ein ganz schmaler Weg ab, es hat zwei Fixseile als Hilfe. Befindet man sich unten, geht’s quer über die Wiese zum Wanderweg, Richtung Titlis, bis zum Jochpass.

Aus meiner Sicht gab es zu viele Geheinheiten bei dem Steig und zu wenig Klettersteig. Ist Ansichtssache, meine Tourenpartnerin war begeistert genau deswegen. Der Steig selbst ist gut, ziemlich streng und sehr ausgesetzt. Personen mit Höhenangst sollten den auf keinen Fall machen!

 



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